Wie diese Seite entstand

Erstellt: 01.01.2021  Lesedauer 1 - 2 Min.

Oder: Wenn Hoffnung und Engangement auf die Realität trifft.

Ursprünglich befand sich unter dieser Adresse meine Umsetzung eines Wunsches des örtlichen Gewerbevereins nach einem „Gewerbeportal“. Zumindest stand das als „offenes Projekt“ auf der Webseite des Vereins. Als frisch Zugereister erschien mir das als guter Einstieg, sich der örtlichen Wirtschaft vorzustellen und gleich einen Beitrag zu leisten: Statt des — sowieso viel zu kleinen – Budgets sollte ein mit kleinen Jahresbeiträgen (< 40 €/Jahr) selbstfinanzierendes Portal entstehen – kostenfrei für den Verein.

Mit diesem Angebot konnte ich den Vereinsvorsitzenden interessieren, der mich prompt zu einer Vereinssitzung einlud. Das führte zu hartem Bodenkontakt: Ein sehr übersichtliches Häuflein blickte hoffnungsvoll auf den Vorsitzenden, dass er sie doch erleuchten möge. Was mich erleuchtete: Die Einladung war mit dem Hintergedanken erfolgt, jemandem mit noch ungebrochener Motivation den ganzen Verein in die Hand zu drücken. Denn der Vorsitzende war erkennbar seines Amtes müde. Was er unmöglich wissen konnte: Ich war schon mal Vereinsvoritzender, also schon einen Schritt weiter als er.

Mir stellte sich die Frage, ob ein Portal ein aussichtsreicher Kandidat war, ein an allen Vieren lahmendes Pferd zu heilen. Wobei das akademisch war denn: Versprochen ist versprochen. Deshalb ist die Internet-Präsenz „trotzdem“ entstanden. Bekanntermaßen stirbt die Hoffnung zuletzt.

Der Verein hat sich zum Jahresende 2020 aufgelöst – was meinen Erwartung bestätigte. Die war zwischenzeitlich durch die überwältigende Untätigkeit derer bestärkt worden, für die meinerseits eine signifikante Vorleistung erfolgt war. Mit dem glanzlosen Ende des Vereins wurde die mir (s.Impressum) gehörende Web-Adresse zum Jahresbeginn 2021 „umgenutzt“.

Wer weiß, wofür es mal gut ist.

Der Schnitt

  • Zum Jahreswechsel wurden alle für Unternehmen unentgeltlich erstellten Informationsseiten vollständig entfernt. Also im ersten Schritt die Webseite nahezu vollständig geleert. Daher verweisen Suchmaschinen womöglich ins Leere, wenn sie die in einigen Fällen einzige Seite angeboten haben, die es bisher über ein Unternehmen im Internet gab.
  • Die übersichtliche Zahl redaktioneller Beiträge wurden in die „Umnutzung“ übernommen. Es waren so wenige, um den Eindruck des Selbstzwecks zu vermeiden – weil das nun die Kernaufgabe ist, kann es durchaus ein höheres Aufkommen in der Zukunft geben.
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