Vorsicht – gefälschte Rechnungen per E-Mail

Gefälschte Betrüger wollen an Ihr Bestens: Ihr GeldRechnungen per E-Mail sind eine beliebte Methode, anonym an Geld anderer Leute heran zu kommen.
Aktuell sind – mal wieder – E-Mails mit gefälschten Rechnungen im Umlauf. Es gibt keinen Grund zur Panik – ganz im Gegenteil.

Die Masche ist immer gleich:

  • Angeblich ist die Abbuchung einer Forderung (Lastschrift) gescheitert
  • Der Empfänger soll das Geld schnellstmöglich, mit sehr knapper Frist überweisen
  • Bei Fristverletzung wird mit üblen Folgen (gerichtliches Verfahren, Schufa-Eintrag, ...) gedroht
  • Üblicherweise handelt es sich um zweistellige Euro-Beträge, für die niemand Ärger haben will

Es wird darauf gesetzt, dass der Empfänger unsicher ist oder keinen Überblick hat und deshalb schuldbewusst schnell überweist.

Was ist zu tun?

Zuerst natürlich selbst fragen: Kann das sein?

KEINESFALLS AUF LINKS KLICKEN, die solche E-Mails häufig anbieten, vermeintlich, damit die Rechnung eingesehen werden kann. Damit wird üblicherweise Schadcode geladen, der den PC oder das Mobilgerät infiziert.

Wenn es sich um eine namentlich bekannte Firma handelt, hilft ein Anruf weiter. Vorab lohnt ein Blick auf die Home-Page, auf der betroffene Firmen häufig eine Meldung veröffentlichen, dass sie Opfer gefälschter E-Mails sind. Nachschlagen des Rechnungsempfängers per Suchmaschine kann ebenfalls sehr informativ sein; da finden sich unter den Top-Fundstellen gegebenenfalls Warnmeldungen.

Wenn die Firma unbekannt ist, der Rechnungsbetrag auf keine Bestellung der letzten Tage passt, oder bei dieser Firma in der letzten Zeit weder etwas bestellt noch eine dauerhaft vereinbarte Leistung offen ist (das gegebenenfalls bei Unsicherheit telefonisch klären), die E-Mail einfach ignorieren und löschen.

Die Verwirklichung der Drohungen setzten Aufwand und vor allem eine berechtigte Forderung voraus. Keine Reaktion ist ein Widerstand, mit dem sich Versender solcher Mails keinen Aufwand machen – bestenfalls einen zweiten Versuch, wieder per E-Mail. Spätestens dann geben sie auf. Andernfalls müssten sie für einen Verfahren ihre Tarnung fallen lassen, was sie selbst in außerordentliche Schwierigkeiten bringen würde.

Wenn Sie Kunden und Freunde warnen wollen senden Sie bitte KEINESFALLS eine Mail mit vielen Adressen im „AN:“-Feld Ihres E-Mail-Programms. Diese Adressen sind für alle Empfänger sichtbar. Das könnte einigen davon unangenehm sein und rechtliche Konsequenzen für den Absender der Warnung nach sich ziehen.

Bei Warnmeldungen laufen Sie womöglich sogar Gefahr, dass Ihnen ein durch eine derartige E-Mail bereits geschädigtes Unternehmen Rufschädigung vorwirft, wenn die Mitteilung Kreise zieht. Im Gegensatz zum Ersteller der gefälschten E-Mail könnte man Sie aufgrund Ihrer Absendedaten in die Verantwortung nehmen.

Wenn Sie etwas tun wollen: den vermeindlichen Absender anrufen und ihm überlassen, wie er mit einem möglicherweise in seinem Namen geführten Betrugsversuch umgeht.

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